Dr. med. univ. Michaela Jirasko

 

Arzt für Allgemeinmedizin, TCM, Akupunktur, Laserakupunktur, Aromatherapie, Adipositastrainer

 

 

Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesund werden wollen. 

(Hildegard von Bingen) 

 

 

Was ist eigentlich TCM?

 

Die TCM, sprich traditionelle chinesische Medizin, ist über 2000 Jahre alt und aus dem Gedanken entstanden lange, wenn geht, ewig gesund zu leben. 

Nachdem für die TCM das achtsame Umgehen mit dem eigenen Körper, dazu gehören gleichermaßen die Physis und die Psyche, maßgeblich ist, sind Bewegung und Ernährung die beiden ersten wesentlichen Therapieformen. Ergänzt wird die Therapie mit Kräutertherapie und Akupunktur, sowie eine Reihe von verschiedenen Massagetechniken die auf der Philosophie der TCM aufbauen (z.Bsp: Shiatsu, Tuina, usw.).

 

Mit traditioneller chinesischer Medizin lässt sich jede Erkrankung ganzheitlich und wirksam behandeln. Die TCM steht als ein eigenständiges, in sich schlüssiges und ganzheitlich-regulatives Therapiesystem mit weitreichenden Möglichkeiten. Mit unserem aus der Schulmedizin abgeleiteten bekanntem Verständnis für Medizin bzw. Begriffen daraus ist die TCM kaum kompatibel.

Der Begriff Leber zum Beispiel, bezeichnet nicht nur das Organ der Leber, sondern bezeichnet in der TCM einen umfassenden Funktionskreis des Menschen, der nicht nur rein auf das Organ der Leber beschränkt ist.

 

In der Diagnostik der TCM gibt es nicht nur einen isolierten Grund für eine Erkrankung. Die TCM geht davon aus, dass viele verschiedene innere und äußere Faktoren mitverantwortlich für deren Entstehung sind. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Lebensumstände, Stress, das mitgegebene Jing (Erbgut), Vorerkrankungen, der Umgang mit sich selbst und seiner Umgebung, Ernährung, Emotionen, usw. In weiterer Folge kann es dadurch dazu kommen, dass das feine körpereigene Gleichgewicht aus der Balance gerät und dass in der TCM bekannte Qi im Körper nicht fließt.

Um daher bei einer Erkrankung all dies richtig zu erfassen, ist eine ausführliche Anamnese für den TCM-Arzt wesentlich, ebenso die Zungen- und Pulsdiagnostik.

Auf dieser Basis wird im Sinne der TCM daher die geeignete individuelle Therapie gefunden um vorhandene Erkrankungen zu heilen bzw. diese erst gar nicht entstehen zu lassen.

 

Die Überzeugung der TCM ist es, dass sich alle körperlichen und seelischen Vorgänge im negativen und im positiven gegenseitig beeinflussen. In der TCM nimmt der Patient selbst mit der Einstellung zu sich und zu seinem Körper eine wesentliche Rolle ein, wenn es um Vorbeugung und Heilung von Krankheiten geht.

  

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die TCM auch parallel zur Schulmedizin angewandt werden kann. Beide stehen als gleichwertige Therapieverfahren nebeneinander und das Eine schließt das Andere nicht aus, sondern das Eine kann ergänzend und unterstützend zum Anderen angewandt werden. 

 

 

 

 

 

Wo kann die TCM überall eingesetzt werden?

Generell ist fast jede Erkrankung mittels TCM behandelbar

  • Allergien
  • Erkältungen
  • Sinusitis
  • Mittelohrentzündungen
  • Lungenentzündungen
  • Harnwegserkrankungen
  • Schmerzen jeder Art besonders Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates prämenstruelle Syndrom
  • Schmerzen und Blockaden nach Operationen oder Zahnextraktionen
  • Gastrointestinale Erkrankungen
  • Obstipation
  • Adipositas
  • Psychischen Erkrankungen wie depressiven Verstimmungen, Burn Out, Fatiguez Syndrom, Suchterkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen wie Kopfschmerz, Migräne, Spannungskopfschmerz, Neuralgien
  • Suchttherapie wie Raucherentwöhnung
  • Gynäkologische Erkrankungen sowie Beschwerden in der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung
  • Geburtseinleitung
  • Wechselbeschwerden
  • Urogenitale Erkrankungen zB. Enuresis nocturna
  • Kosmetische Akupunktur wie Face Lifting, Faltenbehandlungen

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für TCM? 

Eine große Stärke der traditionellen chinesischen Medizin ist das Erkennen möglicher entstehender Erkrankungen im Vorfeld und ihre Behandlung bevor der Patient erkennbar krank ist.

Vielleicht ist man nur etwas müder als sonst oder schläft schlechter, ist unerwartet gereizt oder unausgeglichen. Also eigentlich nichts besonders Auffälliges, womit man zu einem Arzt gehen würde. In der TCM ist das genau der Moment, in dem man sich in Behandlung begeben sollte, um eine weitere ernsthafte Erkrankung daraus zu vermeiden.

Unabhängig von dem Stadium einer Erkrankung ist es natürlich jederzeit möglich mit einer TCM-Therapie zu beginnen.

 

Welche Therapieformen gibt es in der TCM?

 

Kräutertherapie

Der TCM-Arzt stellt je nach Bedürfnis eine Mischung von mehreren Rohdrogen zusammen. Dazu zählen Kräuter aber auch andere Bestandteile wie zum Besipiel Muscheln. Jede einzelne Rohdroge ist dabei wichtig, doch erst die Kombination gibt der Rezeptur ihre volle Wirksamkeit. Eine Rohdroge alleine wird in der TCM so gut wie nie verschrieben. Es gibt 3 Möglichkeiten der Zubereitung.

 

Dekokt

Der Patient selbst bereitet aus den angeordneten Rohdrogen durch langes Kochen einen Sud zu der getrunken wird. Diese Methode ist am ursprünglichsten, aber auch am aufwendigsten.

 

Granulat

Die Apotheke stellt aus der Rezeptur ein Pulver her, das vom Patienten in heißem Wasser aufgelöst wird und mit dem Bodensatz getrunken wird.

 

Hydrophile Tropfen

Die Apotheke stellt die Rezeptur in flüssiger Form her. Die Einnahme erfolgt als Tropfen ohne Alkohol. Dadurch kann diese Therapieform auch bei Kindern angewandt werden (z.Bsp. mit Würfelzucker oder dem Essen beigemischt).

 

Die Kräutertherapie beschränkt sich mittlerweile nicht nur auf chinesische Kräuter, es werden immer mehr heimische europäische Kräuter bei Rezepturen verwende

Akupunktur

Diese Therapieform setzt einen Reiz an den Punkten im Meridiansystem, die notwendig sind um Blockaden zu lösen und zu harmonisieren. Der Patient soll sich dabei entspannen. Die Reaktionen darauf sind bei den Patienten unterschiedlich. Der Körper leistet in dieser Zeit sehr viel energetische Arbeit und die Patienten fühlen sich im Anschluss oft sehr müde. Folgende Therapieformen kann der Akupunkteur verwenden.

 

Akupunkturnadel: Dieser Reiz wird in Form einer kleinen Nadel gesetzt. Die Akupunkturnadeln sind hauchdünn, der Einstich wenig schmerzhaft. Die Nadeln bleiben ca. 30 Minuten im Körper.

 

Laserakupunktur

Der Reiz wird in der Form eines Laserlichtes gesetzt (Dauer ca. 1 Minute je Punkt). Damit können auch Kinder und Säuglinge therapiert werden, sowie Menschen mit Nadelphobie. Sie ist ähnlich effektiv wie die Akupkunkturnadel aber völlig schmerzfrei.

 

Dauernadel

Hierbei wird ein Reiz entweder am Ohr oder an einem Akupunkturpunkt am Körper für längere Zeit gesetzt. Diese sogenannten Dauernadeln bleiben auch nach der Sitzung am Körper. Anwendungsgebiet sind vorrangig Thematiken wie Allergien, Sucht (Rauchen, Adipositas, usw.) psychische Erkrankungen, chronische Schmerzen.

 

Eine Behandlung mittels Akupunktur braucht zumindest 5 Einheiten, in vielen Fällen ist eine Serie von 10 Einheiten anzuraten um einen bleibenden Erfolg zu gewährleisten.

 

LLLT - LowLevelLaserTherapie

Dieses Laserlicht durchdringt die Haut und führt zur Biostimulation der einzelnen Zelle und zur Anregung der Mitochondrien. Es ist im Gegensatz zu den chirurgischen Lasern ein Kaltlicht und entwickelt keine Wärme. Es dient als Reiz und Aktivierung der Zelle um Schwellungen zu nehmen, Entzündungen auszuleiten, die Immunität der Zelle zu stärken und die Heilung zu fördern sowie einen Reiz an den Akupunkturpunkten zu setzen ähnlich der Nadel.

 

Einsatzgebiete sind hauptsächlich:

  • Wundheilung nach Operationen, bei schlecht heilenden Wunden, Dekubitus
  • Verbrennungen
  • Narbenentstörungen
  • Stark entzündungshemmend, schmerzstillend und desinfizierend (zB. Mund- Schleimhautulzera, Herpes Zooster Erkrankungen, Fieberblasen, entzündete Brustwarzen, wunde Popos und vieles mehr)